Juppie!
Nur noch knappe 8 Stunden trennen mich vom Wochenende. Das ist eine absehbare Zeit. Kann es kaum erwarten.
Stelle gerade fest, dass der Hintergrund nicht wirklich prickelnd aussieht - da muß ich mir was anderes überlegen.... gefällt mir nämlich nicht wirklich.
Ansonsten sitze ich bei meinem Guten-Morgen-Kaffee und stelle fest, dass mein Tisch unter dem vielen Papierkram nicht wirklich erkennbar ist. Läßt mich aber weitgehend kalt - mehr als arbeiten kann ich nicht. Und ich lasse eh schon die Mittagspause sausen.
Sollte jetzt anfangen mich mal zu orientieren - die Tastatur habe ich ja immerhin schon freigelegt *grinst*
Menno, die Woche hat es in sich...
Und darum freue ich mich gerade diebisch, dass heute Donnerstag ist, dass einer unserer Vorgesetzten heute frei hat und mich daher nicht quälen kann und dass das Wochenende in greifbare Nähe gerückt ist.
Außerdem habe ich supergut geschlafen, weil es heute in der Nacht ein wenig abgekühlt hat. Sommerliche Temperaturen im April mögen für die Einen ja ganz angenehm sein - meine innere Uhr kann damit aber gar nichts anfangen und hat beleidigt mit Schlafentzug reagiert.
Im April sollte es einfach noch keine 30° in einer unbeheizen Wohnung haben, auch wenn sie südseitig liegt...
So, und jetzt gibt es eine Tasse Kaffee zum Frühstück, dann kann der Arbeitstag beginnen. So schaut es nämlich aus.

Ist es eigentlich wirklich so abwegig beziehungslos glücklich zu sein, wenn man auf die 30 zugeht?
Oder wir kommt es, dass man ich permanent von Menschen aus meiner Umgebung gefragt werde, ob mir nicht irgendwas fehlt, wo ich doch alleine bin?
Wieso muss ich mich rechtfertigen, weil ich keinerlei Drang verspüre einen neuen Mann kennen zu lernen?
Und warum zum Henker meinen so viele Menschen, dass ich unglücklich sein müßte, weil ich alleine bin?
Ja - ich bin alleine seit mein Ex-Mann die Scheidung eingereicht hat.
Die Scheidung war vor ziemlich genau 2 Jahren.
Nein, ich habe noch keine körperlichen Probleme, weil ich seither nichts unternommen habe um den "akuten Männermangel" in meinem Leben zu beheben.
Und ja - ich bin wirklich glücklich so wie es ist. Ist das tatsächlich so schwer zu begreifen oder zu verstehen?
Ich habe sehr spät angefangen mich für Männer zu interessieren (so nach gängigen Teeniemaßstäben) - aber ich wollte es gleich richtig wissen. So nach dem Motto ganz oder gar nicht. Oder schön blöd - je nachdem wie man es sehen will.
Nach zwei kurzen Beziehungen habe ich meinen Ex-Mann kennen gelernt Nach 9 Monaten sind wir zusammengezogen und haben nach nicht mal 3 Jahren geheiratet.
Es hat nach der Hochzeit nur noch knappe 6 Jahre gehalten.
Richtig glücklich war ich selten - aber ich dachte, dass das nunmal so wäre.
Ich kam mir an vielen Tagen eingesperrt vor, besonders, wenn ich nach der Arbeit noch den Haushalt schmeissen mußte. Und ich bin keine gute Hausfrau - war ich nicht und werde ich nie sein. Putzen ist bei mir Nebensache und nicht Lebensinhalt. Ein notwendiges Übel eben.
Jetzt bin ich absolut frei.
Zugegeben - in Zeiten wie diesen ist es nicht immer einfach, weil einfach alles in Leben auf zumindest 2 regelmäßige Einkommen geeicht zu sein scheint. Und obwohl ich einen Vollzeitjob habe machen mir meine Finanzen immer mal wieder Probleme - auch ohne Luxus wie Urlaubsreisen oder neue Elektrogeräte.
Aber ich bin frei.
Ich kann kommen und gehen wie ich will...
Meine Katzenkinder haben nichts dagegen, wenn ich kurzfristig zu einer Freundin gehe.
Wenn ich keinen Hunger habe, dann koche ich nichts, und wenn ich keine Lust habe zu Putzen oder Aufzuräumen, dann lasse ich es eben.
Wenn ich müde bin, dann gehe ich ins Bett, und wenn ich es nicht bin, bleibe ich eben wach - es stört niemanden.
Ich muss mich um niemandes Launen und Bedürfnisse kümmern - außer um meine eigenen.
Und die meiner Katzenkinder - aber wir haben uns gut arrangiert.
Ich habe sehr früh die Höhen und Tiefen einer Beziehung kennen gelernt - und ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich darauf verzichten kann.
Ist das wirklich so andersartig. So irritierend und seltsam?
Warum soll ich mich auf etwas einlassen, von dem ich weiß, dass es mich unglücklich macht?
Zumindest im Moment sehe ich absolut keinen Sinn darin...
So...
Genug gemault.
Ich bin alleine.
ALL-EINE. Das Alpha und Omega in meinem Leben.
Ich bin einfach.